St. Hedwig/St. Pius (Hohenschönhausen)

Kappel des Friedhofs St. Hedwig in Berlin Weßensee

Adresse:

Konrad-Wolf-Straße 30 – 32

13055 Berlin-Mitte

Verkehrsanbindung:

  • Tram M5 bis Werneuchener Straße
  • Parkplatz auf dem Friedhof

Orientierungsplan des Friedhofs

Kapelle des des Friedhofs St. Hedwig in Weißensee

Der Friedhof

Bereits im Januar 1890 wurde gemeinsam ein damals zum Rittergut Hohenschönhausen gehörendes Gelände von ca. 12,8 ha erworben. Durch Los wurde entschieden, dass die rechte Hälfte St. Pius und die linke Hälfte St. Hedwig zufiel. Seit Oktober 1890 erfolgen auf dem St. HedwigSt. Pius-Friedhof Beisetzungen. In Berlin und Umgebung lebten zu dieser Zeit ca. 200 000 Katholiken. 1890 wurden von der Späthschen Baumschule in Baumschulenweg 305 Linden und 40 Kastanien gepflanzt. Die Baumschule übernahm dafür die Garantie für ein Jahr. Die gemeinsame Hauptallee wurde 1900 erweitert und mit Linden aus der Späthschen Baumschule bepflanzt. Die Einsegnung des Gottesackers erfolgte am 19.Oktober 1890 durch den Fürstbischöflichen Delegaten Joseph Jahnel, zwei Tage später wurde die erste Beerdigung vorgenommen. 1892 entstand links vom Eingang ein Totengräberhaus das heutige Verwaltungsgebäude, das 1984 rekonstruiert wurde.

Die Kapelle

Die Grundsteinlegung für eine neue Kapelle erfolgte am 6. November 1905. Das nach Entwürfen von Baurat Adolf Bürckner durch den Architekten und Bauunternehmer Hermann Bunnig in Form der märkischen Backsteingotik errichtete Gebäude sollte neben der Nutzung als Leichen- und Trauerhalle auch für Gottesdienste der Katholiken dienen. Am 28. Juli wurde die 32 Meter lange Heilig-Kreuz-Kirche mit ihrem 27 Meter hohen Turm eingeweiht. Die unter der Kirche befindliche Krypta wurde als Leichenhalle genutzt. Zwei große Bronzeglocken wurden 1934 gegossen und im Turm angebracht. 1967 wurde die katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz umgebaut. Die Innenausstattung wurde nach Entwürfen des Dresdner Künstlers Friedrich Press völlig neu gestaltet.

Geschichtliches

1953 erfolgte auf Initiative des damaligen Friedhofsinspektors Rudolf Sehrndt (1895 1976) eine gärtnerische Umgestaltung des Friedhofs. Auf dem neu bepflanzten Fuchsberg wurde ein sechs Meter hohes Eichenkreuz mit einem Steinaltar davor errichtet. An diesem Hügel fand Sehrndt auch seine letzte Ruhestätte.

Der Friedhof bildet in Bezug auf Gestaltung und Verwaltung eine Einheit. Es gibt einige bemerkenswerte Grabstätten, so z. B. links neben der Friedhofskapelle die Gedenkwand für die nach 1914 verstorbenen geistlichen Würdenträger.

>>Den verstorbenen Brandenburgern<< lautet die Inschrift. Links und rechts von der Kapelle ruhen zahlreiche Geistliche verschiedener Gemeinden.

Beide Friedhöfe wurden in der voranschreitenden Zeit zu Begräbnisstätten der Gemeinden von St. Antonius in Oberschöneweide, St. Mauritius in Lichtenberg, Hl. Dreifaltigkeit in Friedrichshain, Corpus Christi, St. Augustinus und Heilige Familie im Bezirk Prenzlauer Berg sowie St. Maria Viktoria in Mitte. Der Friedhof zeichnet sich durch eine gute Lage und Anbindung sowie vielseitige Grabarten aus und vor allem durch den gepflegten Gesamteindruck.

 

Beisetzungen werden natürlich auch für Menschen nicht katholischen Glaubens ermöglicht und entsprechend zahlreich in Anspruch genommen.