St. Michael/Alt (Neukölln)

Kappel des Friedhofs St. Hedwig in Berlin Weßensee

Adresse:

Hermannstraße 191-195
12049 Berlin

Verkehrsanbindung:

U8 bis Leinestraße

Orientierungsplan des Friedhofs (PDF-Download - Bild klicken)

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Der Friedhof

Die kirchlichen Friedhöfe sind eine Stätte, auf der die Verstorbenen zur letzten Ruhe gebettet werden. Sie sind damit als Bestattungsort immer auch zugleich ein Glaubensbekenntnis. Sie sind aber auch ein Ort der Besinnung auf irdische Vergänglichkeit und ewiges Leben. Gestaltung und Pflege der Friedhöfe erfordern daher besondere Sorgfalt. Alle Arbeiten auf den Friedhöfen erhalten so ihren Sinn und ihre Richtung. Seit 150 Jahren dient der Alte St.-Michael-Friedhof mit wechselvoller Geschichte den Berliner Katholiken als würdige Ruhestätte. Mitten in der Stadt soll er auch weiterhin eine Stätte der Pietät, des Glaubens an die Auferstehung, der Besinnung und des Friedens sein.

Geschichtliches

  • 1865/1867 Anlage des Friedhofs, der anfangs der St. Hedwigs-Gemeinde gehörte.
  • 19. Januar 1867 erste Beerdigung.
  • Im ersten Jahr fanden 110 Bestattungen statt.
  • 15 Jahre später, 1882, fanden 728 Bestattungen statt.
  • 1884 Bau von Verwaltungsgebäude und einer Kapelle mit Sarghalle.
  • 1885 Erwerb des Friedhofes von der St. Hedwigs-Gemeinde durch die Gemeinde St. Michael und Errichtung eines Kreuzes auf dem Hauptweg.
  • Während 1905 der Friedhof teilweise noch von Feldern umgeben war, wurden 1906 die meisten Wohnhäuser in der Herrmannstraße gebaut.
  • 1913 Errichtung eines eigenen Dienstgebäudes für die Verwaltung. Erwerb des Geländes durch die Stadtverwaltung Neukölln.
  • 1927 Haltestelle Leinestraße der U-Bahn direkt vor dem Eingang des Friedhofes.
  • 1944/1945 massive Zerstörung durch Kriegsschäden und sowjetische Besatzer.
  • 233 Kriegsopfer sind auf dem Alten St. Michael-Friedhof beigesetzt.
  • 1950 Einweihung einer Marienkapelle unter dem Schutz von der Madonna von Altenberg.
  • 1958 wurde die Christus-Bronze von Professor Blümel früher in der St. Michael-Kirche als Denkmal für die Kriegsopfer beider Weltkriege aufgestellt.